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In einer Kopenhagener Kindertagesstätte wird ein kleines Mädchen ermordet aufgefunden. Die Polizei verhaftet einen Mitarbeiter der Einrichtung, den psychisch labilen Mads, der für die Tatnacht kein Alibi hat. Kommissar Hugo Moller entscheidet, die Psychologin Sanne Berg in den Fall einzubeziehen. Die beiden verbindet eine komplizierte Vorgeschichte, doch Berg erklärt sich schließlich bereit, die Ermittlungen zu unterstützen. Allmählich wird sie immer tiefer in den Fall hineingezogen, und plötzlich scheint sich das Interesse des Mörders auf sie zu richten: Wie weit darf Berg gehen, wie viele Warnungen in den Wind schlagen, bis es keinen Schritt zurück mehr gibt?

Aqua Mortis – Meinung

Mit Aqua Mortis ist Carsten Nagel ein seltenes Beispiel für einen hochintelligenten, spannungsgeladenen Psychothriller gelungen. Der Roman überschreitet dabei gekonnt alle Grenzen des Genres und betrachtet am Ende die großen Fragen des Lebens – nicht ohne die Handlung und den Sapnnungsbogen aus den Augen zu verlieren.

Zum Autor Carsten Nagel

Carsten Nagel wurde 1955 in Kopenhagen geboren, arbeitet als Psychotherapeut und schreibt Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher. Er debütierte bereits 1976 mit dem autobiografischen Buch „Som mand(d) behager“. Sein späterer Roman „Knock-Out“ von 1982 erwarb Kultstatus in der homosexuellen Szene. Mit dem Briefroman „Hjertestrimler“ (1982) und den Erzählsammlungen „Hunger“ (1968) und „Stuefugle i faver“ wandte sich der Autor dem Thema des dänischen Kulturradikalismus zwischen den beiden Weltkriegen zu und widmete sich der Frage des Verhältnisses von Existenzialismus und Psychoanalyse. In „Zehras FLugt“ (2009) porträtierte er das Leben von Kriegsflüchtlingen, insbesondere Kindern und Frauen. Aqua Mortis erschien 2012 in Dänemark und ist seit August 2016 auch in deutscher Übersetzung erhältlich.
Als Psychotherapeut hat sich Carsten Nagel auf Flüchtlinge spezialisiert, die mit Foltererfahrungen und anderen Traumata zu kämpfen haben.

Buchvorstellung: „Aqua Mortis“ // Carsten Nagel